Einsturz einer Trennmauer zum Nebengrundstück

Das nachfolgend aufgeführte Urteil mit Kommentaren die meine Ansicht des Falles darlegen, befasst sich mit einer zweihäuptig hergestellten, bepflanzbaren Grenzmauer aus Buntsandstein als Trockenmauer.

Angepflanzt wurden: Blaukissen (Aburieta), Bruchkraut (Herniaria glabra)Hauswurz-Arten (Sempervivum), Hirschzungenfarn (Phyllitis scolopendrium), Hornkraut (Cerastium), Mauerpfeffer (Sedumarten), Polster-Glockenblume (Campanula portenschlagiana), Seifenkraut (Saponaria).Schleifenblume (Iberis), Steinbrech (Saxifraga), Steinkraut (Alyssum) Streifenfarn (Asplenium trichomanes) Thymian(Thymus vulgaris), Tüpfelfarn (Polypodium vulgare). Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) und Zimbelkraut (Cymbalaria).

Als Parteisachverständiger ist man an die Weisungen des Auftraggebers und dessen Rechtsanwalt gebunden. Man kann nur soweit frei handeln wie diese dies zulassen. Erschwert wird eine Schadensaufnahme durch das Betretungsverbot des Nachbargrundstückes. Zu diesem Parteigutachten gab es 45 teils schriftliche (Brief oder Email) und auch mündliche (Gespräch oder Telefonat) Änderungsaufforderungen von denen 11 umgesetzt werden konnten. Auf die gewünschte Verpressung der Trockenmauer z. B. wurde wegen Ausführungsschwierigkeiten verzichtet.

Die Mauer wurde etwa 2003 von einer Galabau-Firma errichtet. Wegen Streitigkeiten zur Vergütung wurde der Rest der Mauer, etwa ein Drittel der Leistungen von einer weiteren Firma fertiggestellt. 2006 Mau8erfundament wurde durch den Nachbarn das Mauerfundament frei gelegt 2006 rätselhafter Steinausbruch aus der Mauer. Die Mauer ist an dieser Stelle nur durch ihr Eigengewicht belastet. Kein Druck von hinten, keine Risse links oder rechts, unterhalb oder über der Ausbruchstelle. Nur links und rechts des Ausbruchs zeigt je ein Stein frische Beschädigungen der senkrechten Kanten zum Ausbruch. 2007 Einsturz des hinteren Mauerstücks, etwa 9 m durch Regenwasser vom Dach der Holzlege während des Sturmes Kyrill. 2011 Teileinsturz der Mauer. Dort wurden auch Farbspuren gefunden. An beiden Mauerenden blieb ein Stück Mauer stehen. 2012 erfolgte der Einsturz der Mauerreste. Feststellungen: Das Mauerfundament wurde bis zur Mauerunterkante und darüber hinaus noch bis unterhalb des Schotterfundamentes freigelegt. Das Schotterfundament wurde unterhöhlt und der graue Schotter (0-32 mm) durch (8-16 mm) roten Splitt ersetzt. Vor der Mauer wurden einzelne Felssteine mit ca. 100 bis 150 kg Gewicht platziert und dazwischen Splitt gefüllt. Der Splitt wurde zum Teil durch Erde und Rindenmulch ersetzt. Bei dem Erdaushub wurde gegen die Normen 1053, 1054, 1055, 4123, 4124, die eingeführten Regeln der Bautechnik (ETB-Normen) und die Arbeitsstättenverordnung verstoßen.

Hinweise zu freistehenden Trockenmauern:

https://en.wikipedia.org/wiki/Dry_stone

https://www.google.de/search?q=Drystone+Walls&client=firefox-b&sa=X&biw=1071&bih=866&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ved=0ahUKEwjz8q OfsrTQAhWsBcAKHW0DAVkQsAQIKQ

https://www.farmcollector.com/farm-life/dry-stone-walls-of-britain-ancient-boundaries-still-defined-by-stacked-stone-walls

http://www.mallorca-erleben.info/landschaft/diekulturlandschaft0/trockensteinmauern.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Trockenmauerwerk

Es gibt im Internet hunderte Seiten über Trockenmauerwerk und täglich werden es mehr. Jedoch weder der eingeschaltete Gerichtssachverständige noch der Richter waren um Bildung im Sachverhalt bemüht. Josef Reis

Urteil Einsturz einer Gartenmauer im PDF Format

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Frei stehende Trockenmauer auf La Graciosa Alter etwa 100 Jahre (Quelle: U. Schwab)

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Trockenmauer als Seitenwand garantiert nicht nach DIN 1053 (Quelle: U. Schwab)